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Jeder Tropfen zählt: Wie AUSTRIA JUICE Wasser im Kreislauf denkt

Geschrieben von Marina Strommer | Mar 20, 2026 11:21:06 AM

Wasser ist der Ursprung unserer Produkte – und zugleich eine Ressource, die weltweit zunehmend unter Druck steht. Der World Water Day am 22. März erinnert jährlich daran, wie entscheidend verantwortungsvolles Wassermanagement für Menschen, Ökosysteme und gesamte Wertschöpfungsketten ist. Das internationale Motto 2026, „Where water flows, equality grows“, rückt Wasser als Menschenrecht und Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung in den Fokus 

Auch Europa steht vor wachsenden Herausforderungen: Die EU arbeitet an einer umfassenden Wasserresilienzstrategie, um Sicherheit, Qualität und Verfügbarkeit von Wasser langfristig zu sichern – eine Reaktion auf zunehmende Dürreperioden, Übernutzung und Klimafolgen.

Für uns bei AUSTRIA JUICE ist Wasser weit mehr als ein Produktionsfaktor: Es ist das Fundament unserer Rohstoffe, Prozesse und Verantwortung gegenüber Natur, Regionen und kommenden Generationen.

Wasser: Anfang jeder Wertschöpfung

Wasser ermöglicht Wachstum – von der Obstblüte bis zur Ernte. In der Verarbeitung spielt es eine zentrale Rolle: beim Waschen und Pressen der Früchte, beim Konzentrieren und in der Kühlung.
Doch der Klimawandel verändert die Verfügbarkeit natürlicher Wasserquellen. In vielen Regionen werden Niederschläge unregelmäßiger, Bewässerungsbedarfe steigen – und der Zielkonflikt zwischen höchster Produktqualität und minimalem Wasserverbrauch wird größer. Genau deshalb setzen wir auf einen klaren Ansatz:

Unser Ansatz: Kreisläufe statt Verbrauch

Bei AUSTRIA JUICE optimieren wir den Wasserverbrauch entlang der gesamten Wertschöpfungskette – mit Fokus auf Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft und naturbasierte Lösungen.

1) Mehrfachnutzung von Prozesswasser

Wo immer möglich, nutzen wir Prozesswasser mehrfach – etwa in Kühlprozessen oder für interne Reinigungsaufgaben. So reduzieren wir Frischwasserbedarf, ohne Kompromisse bei Hygiene oder Produktsicherheit einzugehen.

2) Zurückgewonnenes „fruit-derived water“

Beim Konzentrieren der Säfte wird Wasser aus dem Fruchtrohstoff gewonnen (Verdampfung → Kondensat). Dieses „fruit‑derived water“ integrieren wir erneut in den Produktionskreislauf – beispielsweise als Transportwasser für Äpfel, das diese von der Anlieferung schonend bis zur Mühle befördert. Das schont Ressourcen genau dort, wo sie entstehen.

3) Eigene Kläranlagen – Verantwortung bis zum letzten Tropfen

Unsere Werke verfügen über eigene Kläranlagen, die sicherstellen, dass aufbereitetes Wasser sauber und aufbereitet in die Umwelt zurückgeführt wird. Damit übernehmen wir Verantwortung für lokale Ökosysteme und stärken die Wasserqualität in unseren Regionen.

AUSTRIA JUICE Pappelanlage in Ungarn

Best Practice: Abwasserreinigung mit Pappelflächen

Ein besonderes Beispiel für nachhaltige Wasserwirtschaft ist unser Werk in Vásárosnamény (Ungarn), wo wir seit 1994 eine 35ha große Pappelfläche als Teil des Abwasserreinigungskonzepts einsetzen.

So funktioniert das System:

  • Vorgereinigtes Prozessabwasser wird pH neutral eingestellt und kontrolliert auf die Pappelfelder ausgebracht.

  • Das Wasser versickert und wird im Boden-Wurzelsystem der Pappeln auf natürliche Weise gereinigt

  • Anschließend gelangt es zurück ins Grundwasser und steht damit der Region wieder zur Verfügung.

  • Nährstoffe im Wasser fördern zudem das Wachstum der Pappeln – ein Beispiel für funktionierende Natur-Technik - Synergien.

  • Bis zu 200.000m³ Abwasser werden auf diese Weise jährlich behandelt.

  • Über regelmäßige Messungen, u.a. mittels kalibriertem Flowmeter, sowie Brunnen- und Abwasseranalysen wird die Qualität streng überwacht.

Diese Lösung spart natürliche Wasserquellen und stärkt die regionale Wasserbilanz – im Einklang mit europäischen Leitlinien für nachhaltige Wassersysteme.

Unser Impact: Fortschritt messbar machen

Seit 2019/20 hat die AUSTRIA JUICE Gruppe ihren Frischwasserverbrauch um 12 % reduziert – dank Kreislaufoptimierung, modernster Produktionstechnik und vorausschauender Standortentwicklung.

Dieser Fortschritt zeigt deutlich: Effizienz und hohe Produktqualität schließen einander nicht aus. Im Gegenteil – der sorgsame Umgang mit Wasser stärkt auch die Resilienz unserer Rohstoffketten und die Zukunftsfähigkeit unseres Geschäfts.

Wasser bewahren – für heute und morgen

Wasser schützt Biodiversität, sichert Ernten und ermöglicht hochwertige Lebensmittel. Als Teil einer globalen Industrie stehen wir in besonderer Verantwortung, jeden Tropfen bewusst einzusetzen – für unsere Kund:innen, unsere Regionen und die Generationen, die nach uns kommen. Das Motto zum World Water Day erinnert daran, dass Wasser zudem eng mit sozialer Gerechtigkeit verbunden ist. Zugang zu sauberem Wasser schafft Chancen – für Bildung, Gesundheit und Teilhabe.

Fazit:

Der World Water Day macht sichtbar, dass Wasser eine Ressource ist, die wir schützen müssen – global wie regional. Für uns bedeutet das, Bewusstsein zu schaffen, weiter in kluge Kreislaufprozesse und naturbasierte Lösungen zu investieren und den Dialog mit Partnern, Kund:innen und der Wissenschaft kontinuierlich auszubauen. So leisten wir unseren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wasserwirtschaft – und stellen sicher, dass jeder Tropfen seinen Wert behält.