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Cider & Craft Bier: Mehr Frucht, weniger Alkohol

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Cider, aromatisierte Cider sowie Biere und Biermischgetränke erfüllen das Bedürfnis nach Low Alcohol, Regionalität, Nachhaltigkeit und Vielfalt im Geschmack. Sie zählen derzeit zu den dynamischsten Segmenten im Getränkebereich. Selbst in traditionellen Märkten wie Frankreich oder Deutschland sind zunehmend innovative Produkte zu finden – die Haupttreiber sind jedoch die USA, Großbritannien und Skandinavien.

Cider_und_Bier
Während der Konsum alkoholischer Getränke weltweit tendenziell sinkt, steigt die Beliebtheit leichter, alkoholischer Getränke und ihrer alkoholfreien Alternativen. Hauptgrund: Menschen achten mehr auf ihre Gesundheit, wollen aber auf den Geschmack ihres bevorzugten alkoholischen Getränkes eben nicht verzichten.

Low Alcohol und Neue Geschmäcker erfrischen den Markt

Zugleich macht sich der Wunsch nach neuen, innovativen Geschmäckern auch im Segment der alkoholischen Getränke breit. Das ist mit ein Grund, warum die kleinen Produzenten von Craft Bier und Cider jetzt den Markt richtig aufmischen. Die Erfolgsfaktoren dieser Produkte liegen im Zusammenfluss eines niedrigen Alkoholgehalts kombiniert mit einer erfrischenden Sensorik durch die Karbonisierung und die Vielfalt der Geschmackseindrücke.

Während Craft Bier als Nischenprodukt in den letzten zwei Jahrzehnten einen wahren Boom erlebte, stellen Experten nun eine Normalisierung des Wachstums fest: Craft Bier soll den Biermarkt nun weiter voranbringen und den Absatz auf dem hohen Level halten. Der Wettbewerb soll vielfältiger werden, und vor allem Mikro-Brauereien werden vom Markt auch künftig nicht mehr wegzudenken sein. Vergangenes Jahr hatten Craft Bier-Brauereien mit ihren Produkt-Portfolios von fruchtig bis würzig in den USA mit einem Wachstum von 2,8 Prozent gegenüber 2018 einen Umsatz von rund 4,34 Milliarden US-Dollar verbucht.

Quelle: https://www.bevindustry.com/articles/92844-2020-beer-report-maturation-brings-new-competitive-landscape-for-craft-beer-market

Craft Beer Breweries und Craft Cider Houses

So ist es kaum verwunderlich, dass sich parallel zu den Craft Bier Brauereien in den USA sogenannte Craft Cider Houses etabliert haben, die – ebenso wie die Craft Bier Brauereien – ziemlich experimentierfreudig mit ihren Produkten sind. Sie ergänzen nun die großen Brauereien und Produzenten und punkten mit Qualität, Nachhaltigkeit und einer großen Portion Kreativität und Innovation.

Der aus Äpfeln gewonnene Cider liegt wegen seines fruchtigen Geschmacks und seines niedrigen Alkoholgehalts von 0-5 % Vol. ebenso wie leichtes Bier und Fruchtseccos auf einer Linie mit den neuen Bedürfnissen der Konsumenten. In den USA verzeichnet Cider gegenüber anderen Segmenten alkoholischer Getränke ein Rekordwachstum, wie Beverage Daily berichtet: Im Jahr 2018 betrug das Wachstum für Cider 8,4 Prozent, während andere Kategorien im Alkohol-Segment tendenziell einen Rückgang in Kauf nehmen mussten. Dem fruchtigen Apfelwein zugetan sind vor allem Millennials – und neben Frauen nun auch Männer. Der globale Cider-Markt verbuchte während der letzten zehn Jahre einen gewaltigen Anstieg: In diesem Zeitraum ist er gleich um das Zehnfache gewachsen!

Quellen: https://www.beveragedaily.com/Article/2019/02/15/Cider-succeeds-with-men-women-and-millennials-but-faces-retention-challenge
https://www.beveragedaily.com/Article/2020/02/07/US-consumers-shop-local-for-cider-as-regional-brands-grab-40-market-share

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Auch in Europa fließt der fruchtige Apfelwein mit und ohne Flavours zunehmend in die Gläser: So geben 82 Prozent der Konsumenten in UK an, Cider zu trinken, da sie gerne mit neuen Geschmäckern experimentieren. 75 Prozent wünschen sich, eine Auswahl an unterschiedlichen Ciders in Pubs und Bars probieren zu können, 65 Prozent würden gerne Cocktails mit Cider trinken.

Quelle: Lightspeed/Mintel

Bier und Cider: So fruchtig wie noch nie!

Innovative Aromen können das Interesse der Verbraucher wecken und sie dazu veranlassen, neue Marken und Angebote auszuprobieren: Direkt von den Regalen aus können sie Konsumenten von der Neuheit eines aufmerksamkeitsstarken Geschmacks mitreißen und zum Kauf animieren. Die Experten von Mintel bezeichnen diesen Trend „Sense of the Intense“: Menschen suchen nach viszeralen, intensiven Erlebnissen, die ihre Sinne stimulieren. Da kommen das traditionell beliebte Bier und der fruchtig-leichte Cider in neuen, fruchtigen, peppigen Noten gerade recht!

Quelle: A year of Innovation in Beer and Cider, 2020, Mintel

Skandinavien nimmt bei der Etablierung neuer Geschmäcker schon seit jeher eine Vorreiterrolle ein – doch auch andere Länder sind auf diesen Trend während der letzten Jahre aufgesprungen. So waren die Top-Geschmacksrichtungen der Cider-Launches in Europa in den Jahren 2015 bis 2020 Limette, Erdbeere, Himbeere, Holunderblüte, Apfel, Brombeere, Rote Beeren sowie Obstmix und Beerenmix. Die Top 10 der neuen, fruchtigen Biermischgetränke in Europa waren in den Jahren 2015 und 2020 Zitrone, Limonade, Limette, Pampelmuse/Grapefruit, Apfel, Orange, Ingwer und Himbeere.

Cider & Bier: Nachhaltigkeit ist Trumpf

Neben den innovativen Flavours wird auch dem Thema Nachhaltigkeit bei Bier und Cider aus kleineren Produktionsstätten eine besondere Bedeutung beigemessen: So sagen 71 Prozent der Konsumenten in UK, dass es für Bierlabels wichtig sei, umweltfreundlich zu produzieren. Marken, die ihre Nachhaltigkeit aktiv promoten, seien am Markt einflussreicher, berichtet etwa Mintel.

Quellen: „A year of innovation in Beer and Cider”, 2020, Mikolaj Kaczorowski, Mintel
Alcoholic Drinking Occasions, US, September, 2019, Mintel

Regionalität ist eine wichtige Säule einer nachhaltigen Produktion, und bei Craft Bier und Cider ist das ein besonderes Verkaufsargument: So konnten sich in den USA regionale Cider-Marken gleich 40 Prozent des Marktanteils sichern.

Quelle: https://www.beveragedaily.com/Article/2020/02/07/US-consumers-shop-local-for-cider-as-regional-brands-grab-40-market-share

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Neu-Kreation: alkoholfreies „Bier“ aus Hopfen und Tee

Im Aufwind befinden sich auch alkoholfreie Bier-Varianten, bei denen die Produktkreationen innovativer werden: So hat ein US-Konzern einen sprudelnden „Hopfentee“ entwickelt, bei dem Teegetränke mit Hopfen versetzt werden. Es findet keine Fermentierung statt und auf eine Zugabe von Zucker oder Zusatzstoffen wird verzichtet. Das ist kaum verwunderlich, denn Tee mischt als Gegenpol nun auch vermehrt im Segment der alkoholischen Getränke mit: Angetrieben durch den Hard Seltzer-Trend, kamen in den vergangenen Jahren „Hard Teas“ – also Tees verschnitten mit Alkohol – auf den Markt.

Quelle: https://www.beveragedaily.com/Article/2020/01/30/HopTea-craft-brews-non-alcoholic-tea-like-a-beer

Cider in vielen Geschmacks-Varianten

Der Trend geht auch bei Cider in Richtung weitere Benefits für die Gesundheit: 69 Prozent der Konsumenten in UK geben an, eine gesündere Variante ihrer Lieblings-Ciders zu begrüßen. 47 Prozent der Konsumenten sind der Meinung, dass ein Cider mit wenig Alkohol in Premiumqualität eine bessere Wahl ist als ein Soft Drink, wenn es darum geht, Zucker oder Alkohol zu reduzieren. 45 Prozent sagen, dass die Auswahl an zucker- und alkoholreduzierten Ciders noch zu gering ist. Hier besteht also noch mehr Potenzial.

Quelle: Lightspeed/Mintel

FAZIT:

Traditionelles Bier zeigt sich in neuem Gewand: Fruchtige Noten und weniger bis kein Alkoholgehalt locken heute zunehmend Konsumenten an. Angetrieben wird dies durch das steigende Gesundheitsbewusstsein, das die meisten Menschen dazu veranlasst, ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, während sie auf den Geschmack ihrer Lieblingsgetränke nicht verzichten wollen. Der fruchtige Apfelwein/Cider punktet mit vielfältigen Geschmacksnoten und führt vor allem aus regionaler Produktion zum Erfolg.

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Gerd Diefenthäler

Gerd DiefenthälerAuthor

Market Intelligence & Innovation Manager

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