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Ready to drink - Cocktails und Mixgetränke: Fix und fertiger Genuss

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Fertiggetränke mischen den Markt der alkoholischen Getränke auf: Sie punkten mit einer fast unendlichen Palette an Geschmäckern und müssen nicht extra aus einzelnen Komponenten zubereitet werden. Ob Mojito aus der Flasche, Bellini oder Craft Bier mit Limonade oder Saft – was uns bei den Ready to Drink-Getränken erwartet und warum der Markt der fertigen Lieblinge künftig wachsen wird.

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Fertige Cocktails und Mix-Getränke haben viele Vorteile: Man kann sie jederzeit und an jedem Ort konsumieren, ohne sie selbst zubereiten zu müssen. Ob zuhause, am Strand, bei der Party mit Freunden oder beim romantischen Spaziergang zu zweit – ein RTD-Getränk überrascht mit originellen Geschmacksrichtungen und sorgt bei jedem Ereignis für die passende Stimmung.

RTD-Getränke zählen zu den Aufsteigern unter den Alkoholischen Getränke Trends 2022. Die Corona-Krise mit den Lockdowns aber auch die große Bewegung hin zu alkoholreduzierten Getränken bescherten den Mixgetränken für zuhause und dem Mixology-Trend in den letzten Jahren einen Boost – und der soll ungebrochen weitergehen.

Experten rechnen bis zum Jahr 2025 mit einem durchschnittlichen Wachstum des Marktes um 3,44 Prozent pro Jahr und einem Volumen von rund 17 Milliarden USD. Der globale Markt für alkoholische Fertiggetränke wird dabei in Alcopops, Cocktail-Vormischungen und Flaschencocktails unterteilt. Das Segment Alcopop hat 2018 den bedeutenden Marktanteil auf dem globalen Markt für alkoholische Ready to drink-Getränke eingenommen, was sich voraussichtlich im Prognosezeitraum 2019 bis 2025 nicht verändern wird. Das Alcopop-Segment ist weiter unterteilt in Rum, Whisky, Wodka und andere und dabei schätzen die Experten, dass Wodka während des Prognosezeitraums seine Dominanz behalten wird. Für Cocktails in Flaschen wird dafür im Prognosezeitraum die höchste Wachstumsrate von 3,54 Prozent erwartet.

Quelle: https://www.marketresearchfuture.com/reports/rtd-alcoholic-beverages-market-7920

Da der Markt für Fertiggetränke im Vergleich zu anderen wie Bier oder Wein relativ überschaubar ist, können Hersteller flexibler auf neue Trends wie Low Alcohol oder Kalorienreduktion reagieren. In Zeiten, in denen einer von fünf Personen etwa in den USA seinen Alkoholkonsum reduziert, verzeichnete im Jahr 2019 das Ready to drink-Segment als einziges ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Konsumenten ist dabei ziemlich ausgewogen, wie unterschiedliche Erhebungen von Mintel zeigen.

Quelle: Executive Summary RTD Alcoholic Beverages, US, Mintel, November 2019

Die Tendenz ist seit Covid weiter steigend: So haben sich die Verkäufe von Gin und RTD-Getränken allgemein auch nach dem ersten Corona-Jahr in 2021 stark entwickelt: Gin war der Hauptmotor für das Wachstum der Kategorie in den Jahren 2016-19, obwohl in absoluten Zahlen der größte Anteil auf Wodka entfiel. Menschen suchten nach fertigen Versionen von Mixgetränken und Cocktails, die normalerweise außer Haus getrunken werden, während Lokale in der Gastronomie geschlossen waren. Allerdings war das Umsatzwachstum bei RTDs im Jahr 2021 schwächer als im Jahr 2020, was auf das schlechte Frühlings- und Sommerwetter in dieser Saison zurückzuführen ist.

Quelle: White Spirits and RTDs, UK, 2022, Mintel

Ready to drink-Getränke haben viel zu bieten – sie können beispielsweise als Biermischgetränke, Cocktails, Hard Seltzer oder Soft Drinks über die Ladentische gehen – und genau diese Vielseitigkeit der bunten Kreationen schätzen die Konsumenten am meisten.
Laut Mintel mögen US-Konsumenten RTD-Getränke vor allem aus folgenden Gründen:

• 46 Prozent, weil sie fertig sind und keine Vorbereitung brauchen
• 43 Prozent, weil sie bequem sind
• 41 Prozent, weil sie eine große Bandbreite an Geschmäckern bieten
• 38 Prozent, weil sie für verschiedene Arten von Drinks erhältlich sind
• 37 Prozent, weil man sie unkompliziert überall hin mitnehmen kann.

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Geschmack ist Trumpf bei Ready to drink-Getränken

Mehr als alle anderen Alkoholika haben Ready to drink-Getränke denRuf, dass sie gut schmecken – und wegen ihres Geschmacks werden sie auch gerne getrunken. Alkohol in Kombination mit Softdrink-Mixern wie Ginger Ale, Bitter Lemon, Tonic, Sirupe oder Fruchtsäfte ermöglicht Produktentwicklern, immer neue Geschmacks-Kombinationen passend zu den aktuellen Trends zu finden und diese mit den Bedürfnissen der Konsumenten zu matchen.

Alkoholische Getraenke PortfolioDie bunten Fertiggetränke können somit perfekt den in der Erlebnisgesellschaft stark verbreiteten Wunsch nach immer wieder neuen und spannenden Geschmackserlebnissen befriedigen: Laut Nielsen erwarten Konsumenten mehr denn je, dass Produkte heute besonders vielfältig im Geschmack sind. 42 Prozent der Konsumenten geben weltweit an, dass sie gerne neue Geschmäcker ausprobieren.

Quelle:
https://www.ift.org/news-and-publications/food-technology-magazine/issues/2019/december/features/2020-flavor-forecast

Da kommen die bunten Ready to drink-Kreationen gerade richtig: 40 Prozent der US-Konsumenten über 22 Jahre greifen zu fertigen Drink-Produkten. Das größte Asset für den Anstoß zum Kauf ist offensichtlich der Geschmack: 64 Prozent mögen RTD-Getränke wegen ihres Lieblings-Geschmacks, 42 Prozent weil sie gerne neue Geschmäcker ausprobieren, 39 Prozent bevorzugen eine bestimmte Alkoholart und 38 Prozent kaufen aus Gründen von Spezialangeboten im Supermarkt. 36 Prozent bevorzugen Ready to drink wegen ihres niedrigen Preises und 31 Prozent kaufen sie am liebsten aufgrund einer bekannten Marke.

Spannend sind auch die Gelegenheiten, bei denen Konsumenten am liebsten zu den praktischen Fertig-Drinks greifen: 54 Prozent wollen die Mix-Getränke unkompliziert zu jeder Zeit trinken, 50 Prozent zusammen mit anderen, 49 Prozent zuhause, 43 Prozent bei einem Outdoor-Event, 42 Prozent im Sommer und 24 Prozent einfach zum Genießen.

Quelle: RTD Alcoholic Beverages, US, Mintel, December 2018

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Aromen-Trends bei Ready to drink-Getränke

Welche Produkte kommen nun besonders gut an? Malzgetränke mit verschiedenen Geschmacksrichtungen – also Craft Beer mit Beigaben – sind laut einer US-Erhebung mit 21 Prozent die beliebtesten Ready to drink-Produkte. Gleich danach bevorzugen 18 Prozent vorgemixte Cocktails, 17 Prozent weinbasierter Drinks sowie 14 Prozent alkoholische Soda-Getränke. Elf Prozent sind Fans von alkoholischen Tees und sieben Prozent von alkoholischen Seltzers.

Mintel ortet bei den Ready to drink-Weinen und Schaumweinen ein vermehrtes Interesse von Frauen, während Kreationen mit Ultra Low Gin mit weniger als 0,5 Prozent Alkoholvolumen und mit spritzigen Geschmäckern wie zum Beispiel Grapefruit oder Limette vor allem jene Konsumenten anziehen würden, die ihren Alkoholkonsum bewusst reduzieren wollen. In China sehen 51 Prozent der Alkohol-Konsumenten vor allem Botanicals als ideale Zutaten für Fertiggetränke, da sie auch dazu beitragen würden, das Image der Produkte und ihrer Qualität zu heben.

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Martin Pasco, globaler Lebensmittel- und Getränkeanalyst, hebt drei Chancenbereiche für Innovationen in RTD, Wein und Spirituosen hervor:

  • Stimmungs- und Lifestyle-Benefits

Konsumenten schätzen Auszeiten von den Ängsten/dem Stress der Pandemie, zugleich werden immer mehr Menschen merken, wie sehr die Inflation das verfügbare Einkommen drückt und unter anderem beim Konsum von Spirituosen und Weinen sparen. Marken sollten ihren Wert unter Beweis stellen, indem sie emotionale Vorteile versprechen, wie gehobene Stimmung oder gehobenen Lifestyle.

  • Storytelling für Nachhaltigkeit

Es gibt ein enormes Potenzial, überzeugende Geschichten in Bezug auf den Nachhaltigkeitsfaktor des Getränks zu erzählen – angefangen bei der Kennzeichnung grundlegender Berührungspunkte wie umweltfreundlichere Verpackungen bis hin zur Verwendung von Upcycling-Ideen für die Verpackungen.

  • Reaktivieren Sie jüngere Konsumenten durch erlaubten Alkohol

Jüngere Alkohol-Konsumenten setzen auf moderates Trinken von Spirituosen und Weinen – sie wird von Getränken mit niedrigem Alkoholgehalt angezogen, die schmackhafte Geschmacksrichtungen versprechen, und die wiederum durch „gesündere“ Signale wie wenig Zucker, Kohlenhydrate und Alkohol unterstützt werden. Diese Generation von morgen muss aktiv einbezogen werden!

Quelle: „A Year of Innovation in RTD, Wine & Spirits, 2022”, Mikolaj Kaczorowski, Mintel

Wenn wir schon über innovative Geschmäcker sprechen – an dieser Stelle eine kleine Anregung für trendigen Geschmack gefällig? Eine kleine Anregung für trendigen Geschmack gefällig? Als Beispiele für erfolgreiche Launches sind mitunter folgende zu nennen:

• Wein-Spritz mit Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren
• Sprudelnder Fruchtwein mit Kirschgeschmack
• Grapefruit-Frizzante aus Rosé-Wein

Klingt doch frisch und verlockend, oder?

Vor allem für den Sommer sind nun auch Frosés im Kommen: Darunter versteht man ein alkoholisches Getränk aus gefrorenem Rosé mit Zitronensaft und Zucker, das im Slushie-Style mit weiteren Aromen versetzt wird. Optisch machen Frosés natürlich ziemlich etwas her: Ihr cooler Look in rosa Farben prädestiniert sie gerade in den Sommermonaten als perfektes Fotomodel für die Social Media-Channels!

Quelle: „Flavour Focus: Alcoholic Beverages”, Regina Haydon, Mintel, May 2018

Wie in vielen anderen Getränkesegmenten auch können Hersteller von Ready to drink-Getränken jetzt zusätzlich bei ihren Interessenten punkten, wenn sie ihre Produkte um gesundheitsfördernde Zutatenergänzen.

Quelle: https://www.theiwsr.com/news-and-comment-radius-trend-rtd-evolution/

Auch Nachhaltigkeit ist ein großes Thema geworden: Beispielsweise halten in den USA 32 Prozent der Konsumenten aktiv nach nachhaltig hergestellten Spirits Ausschau und 65 Prozent der Kanadier geben an, dass der Einfluss von Lebensmitteln und Getränken auf die Umwelt auch ihre Kaufentscheidungen beeinflusst.

Quelle: „A Year of Innovation in RTD, Wine & Spirits, 2022”, Mikolaj Kaczorowski, Mintel

FAZIT:

Der globale Markt für alkoholische Ready to drink-Getränke soll bis 2025 auf 17 Milliarden USD anwachsen. Da das Segment relativ klein ist, können Hersteller flexibel auf neue Trends reagieren – und den Konsumenten immer wieder neue Geschmackserlebnisse bieten. Das lohnt sich, denn mit 46 Prozent schätzt knapp die Hälfte der Konsumenten Fertiggetränke, weil sie bequem sind, und 41 Prozent wegen ihrer großen Geschmacksvielfalt. Die Beliebtheit unter den Alkohol trinkenden Konsumenten ist groß: In den USA greifen 40 Prozent zu den praktischen und fertigen Mix-Getränken!

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Julia Wurzer

Julia WurzerAuthor

Marketing Manager

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