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Alkoholreduzierte Getränke liegen im Trend

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Alkohol in leichteren Varianten zu trinken ist „in“: Konsumenten auf der ganzen Welt tendieren dazu, weniger Alkoholgehalt in ihren Getränken zu bevorzugen. Wie Sie diesen Trend für Ihre Produkte umsetzen können.

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Bewusst leben und Alkohol trinken – das passt nicht ganz zusammen. Vor allem aufgrund des steigenden Wertes „Gesundheit“ reduzieren immer mehr Menschen ihren Alkoholkonsum. Das Motto lautet: Weniger ist mehr!
Angetrieben wird diese Entwicklung auch durch Initiativen und Kampagnen von Regierungen, wie zum Beispiel in UK, die sich dafür stark machen, weniger alkoholische Getränke zu sich zu nehmen.

Die Effekte der „Dry January Campaign“ der Sussex University zogen ebenso das Interesse vor allem der gesundheitsbewussten Millenials und der Generation Y auf sich und veranlasste viele Menschen, zukünftig weniger Alkohol zu trinken.

Quellen: Attitudes towards low and non-alcoholic drinks, UK, Mintel, August 2019
https://movendi.ngo/blog/2020/02/21/global-alcohol-trends-of-2019/

So bevorzugen in UK 46 Prozent der Personen unter 35 Jahren einen Mocktail gegenüber einem Cocktail, während es bei den über 35-Jährigen nur 16 Prozent sind. Ein Drittel der 16 bis 35-Jährigen gibt an, gar keinen Alkohol zu trinken.

Quelle: Beverage Daily, BMC Public Health 18, Article number: 1090 (2018)

Anstatt sich das obligatorische Gläschen Wein einzuschenken, wird Matcha Tee oder Wasser getrunken, und wo einst ein Cocktail für gute Laune sorgte, steht nun eine Homemade-Limonade aus frischen Früchten und Kräutern auf dem Tisch.

Nicht ganz – denn es muss nicht immer Wasser statt Wein oder Limonade statt einem Cocktail sein: Wer auf den Geschmack klassischer alkoholischer Getränke wie Bier, Wein oder Spirituosen und das damit verbundene Feeling nicht verzichten will, greift nun einfach zur alkoholreduzierten oder alkoholfreien Variante dieses Getränks.

In Deutschland soll der Markt in der low bzw. non alcohol-Kategorie bis 2022 bei Spirituosen um 14,4 Prozent, bei Ready To Drink um 13,3 Prozent, bei Cider um 11,4 Prozent, bei Wein um 4 Prozent und bei Bier um 1,6 Prozent wachsen.

Quelle: International Wine and Spirits Report
Grafik1_Alkoholreduzierte Getraenke_DE

Beim Socializing und Relaxen zuhause

Ein Umdenken bei den Unternehmen macht Sinn, denn die Gründe, alkoholische Getränke zu trinken, sind sehr unterschiedlich – und der Geschmack sowie die emotionale Verknüpfung mit bestimmten Ereignissen spielen eine wesentliche Rolle: In UK zum Beispiel wird Bier typischerweise mit sozialen Treffen oder Sport- und Freizeitevents in Verbindung gebracht, Wein mit einem guten Essen oder mit dem Relaxen zuhause. Mit einem Nachtclub hingegen verbinden die meisten Spirits wie Wodka oder Whiskey.

Quelle: Alcoholic Drinks Review, UK, Mintel, February 2019Neuer Call-to-ActionIn den USA wählen die meisten Konsumenten alkoholische Getränke, um zu entspannen (70 Prozent) gefolgt von Gründen des Geschmacks (50 Prozent). 44 Prozent trinken alkoholische Getränke, um Spaß zu haben und 40 Prozent greifen zur Weinflasche als eine Belohnung.

Tatsächlich aber hat der Alkoholkonsum auch in Zahlen deutlich abgenommen: So geben zum Beispiel 21 Prozent der US-Konsumenten an, dass sie weniger oft trinken als im vergangenen Jahr.

Quelle: „Alcoholic Beverage Drinking Occasions”, US, Mintel, September 2019

Laut Mintel geben in UK 47 Prozent der über 18-Jährigen, die während des vergangenen Jahres ihren Alkoholkonsum reduzierten, ihre Gesundheit als Hauptgrund an, gefolgt von einer gewünschten Gewichtsreduktion mit 28 Prozent sowie dem Vorsatz, Geld zu sparen (34 Prozent). Darüber hinaus wollen 25 Prozent das Krankheitsrisiko senken und 23 Prozent einen Kater vermeiden.

Quelle: Lightspeed/Mintel
Grafik2_Alkoholreduzierte Getraenke_DE

„Low Volume-Wein“ ist im Kommen

Die Getränkeindustrie hat auf „Low Alcohol“ reagiert: Mintel berichtet unter anderem, dass Hersteller von klassischem Traubenwein weltweit bestrebt sind, vermehrt Weine mit weniger Alkoholgehalt – nämlich mit einem Anteil von 5 bis 9,5 Prozent – zu produzieren. Der Trend zur alkoholreduzierten Getränken soll außerdem dazu führen, dass jüngere Europäer weniger, dafür aber qualitativ bessere Produkte bevorzugen, und wer Alkohol bislang aus Gründen der Entspannung getrunken hat, soll künftig auch vermehrt zu den alkoholreduzierten bzw. alkoholfreien Alternativen greifen, so die Einschätzung der Experten.

Quelle: “Flavour Focus: Alcoholic Beverages“, Regina Haydon, Mintel, Mai 2018

Diese Entwicklung im „Wein“-Segment öffnet auch ein erweitertes Marktpotenzial für Fruchtweine und Fruchtseccos: Diese fruchtigen Alternativen zu Traubenwein sind nicht aus Weintrauben, sondern aus anderen Früchten oder Beeren hergestellt und punkten mit weniger Volumenprozent Alkohol. Gerade im Segment der alkoholfreien Seccos, ob Traube oder Frucht, verspricht man sich in heißen Sommern wachsende Marktanteile.

Auch Bier und Spirituosen reduzieren Prozente

Am Bier-Sektor zeichnet sich Ähnliches ab: Führende Brauereien haben global begonnen, Biere unter 0,5% ABV anzubieten. Entscheidend dabei ist, dass diese alkoholarmen Biere häufig von etablierten Marken angeboten werden: Sie punkten mit einem Vertrauensvorschuss für die Produktqualität. Low Alcohol hat auch die Aufmerksamkeit von Craft Bier Produzenten auf sich gezogen, die sich auf alkoholarme Biere spezialisiert haben.

In UK zeigt sich, dass führende Bier-Labels auch die Spitzenposition im alkoholarmen bzw. alkoholfreien Lager besetzen, und seit dem Markteintritt sind die leichten Bier-Varianten dieser etablierten Marken deutlich gewachsen. Zwar macht alkoholfreies Bier in UK noch weniger als fünf Prozent des Marktanteiles aus, dennoch geben 52 Prozent der Konsumenten an, dass die Akzeptanz während der letzten zwei Jahre merklich gestiegen sei.

Quellen: Attitudes towards low and non-alcoholic drinks, UK, Mintel, August 2019
https://www.thedrinksbusiness.com/2019/10/5-low-and-no-alcohol-drinks-trends-to-watch-in-2020/
reduced alcohol drinks3Bei alkoholfreien Spirituosen macht vor allem die perfekte Komposition von Aromen und Extrakten den Geschmack: Auch Imitate von Whiskey, Gin, Wodka oder Rum können ohne Prozente genossen werden.

Alkohol ist ein starker Geschmacksträger und dies muss bei den alkoholfreien Spirituosen-Alternativen anderweitig aufgefangen werden. Hier kommen verschiedene Aromen und Essenzen zum Einsatz, die in der perfekten Mischung die bekannten Geschmacksprofile der alkoholischen Varianten nachbilden. Beim „Whiskey“ werden zum Beispiel Karamell, Vanille oder Eichenaroma verwendet, bei Gin mitunter Wacholderbeeren, Koriander und Lavendel und der Geschmack von Rum wird beispielsweise mit Nelken, Grapefruit und Eichenholzaromen imitiert.
Der Herstellungsprozess funktioniert wie das „Cold Compounding“-Verfahren, bei dem Spirituosen-Blends hergestellt werden. Einziger Unterschied: Die Essenzen werden entweder komplett ohne Alkohol produziert oder der Alkohol wird vorher entzogen. Cheers!

Quelle: https://mixology.eu/en/alcohol-free-spirits-a-sober-trend-takes-flight/

FAZIT:

Konsumenten achten heutzutage bewusst auf ihre Gesundheit und möchten dennoch nicht auf guten Geschmack verzichten. Alkoholreduzierte und alkoholfreie Varianten von Wein, Bier und Spirituosen bedienen die neuen Bedürfnisse nach einem bewussten Lebensstil und werden demnach stärker nachgefragt. Besonders für Hersteller von Wein, Bier, Spirituosen und auch RTD-Getränken ist das nun eine Gelegenheit, mit leichten Produkten den Markt zu erfrischen.

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Maren Döbl

Maren DöblAuthor

Product Manager

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