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Bewusster Konsum: Mit gutem Gewissen genießen

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Bewusster Konsum liegt im Trend – denn Optik, Geschmack, Image und Verpackung sind heute nicht genug. Da Konsumenten kritischer werden und zunehmend Sorge um die Zukunft der Erde tragen, müssen ihre Kaufentscheidungen mit ihren Werten stimmig sein. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung der Unternehmen werden heute von immer mehr Verbrauchern für einen bewussten Konsum verlangt und vorausgesetzt.

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Spätestens seit der Coronakrise setzen immer mehr Menschen auf bewussten Konsum. In Anbetracht der vielen sozialen, ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen wir heute in vielfältiger Weise gegenüberstehen, wird im Kleinen wie im Großen der Wunsch nach Veränderung immer lauter – und das vor allem, seit wir die Folgen der Pandemie weltweit zu spüren bekommen. Allein in Italien sagt mit 34 Prozent mehr als ein Drittel der befragten Konsumenten über 16 Jahren, dass die Umwelt seit dem Ausbruch von Covid-19 in der Prioritätenliste gestiegen sei. In Brasilien sind 48 Prozent der Erwachsenen dieser Meinung, in Indien sogar 70 Prozent.

Quelle: Cross-Category Trends in Sustainability, Mintel, November 2020

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass wir an einem Wendepunkt stehen, an dem die Weichen für wichtige Entwicklungen für die Erde und die Gesellschaft gestellt werden. Sie verstehen sich als Teil eines großen Ganzen und sind sich der Verantwortung in ihrem Wirkungskreis bewusst und wollen diese wahrnehmen.

Bewusster Konsum: Umwelt- und Klimaschutz ist attraktiv

Das Wahrnehmen dieser Verantwortung verlangen sie auch von Unternehmen, von denen sie Produkte kaufen: Laut Mintel sagen 42 Prozent der US-Konsumenten zwischen 18 und 24 Jahren, dass Maßnahmen zum Schutz der Umwelt der beste Weg für Marken ist, ihre ethischen Werte zum Ausdruck zu bringen. 19 Prozent der Kanadier in dieser Altersgruppe geben an, dass sie sich von Werbung in Bezug auf Aktivitäten hinsichtlich Umweltschutz von Unternehmen angezogen fühlen. 37 Prozent der jungen Konsumenten im Alter zwischen 12 und 18 Jahren in UK geben an, dass ihnen der Klimawandel ein Anliegen sei und in den USA ist es für 66 Prozent der Befragten „sehr wichtig“, dass Unternehmen moralisch und ethisch korrekt handeln und somit bewusster Konsum möglich wird.

Quelle: Cross-Category Trends in Sustainability, Mintel, November 2020
Alkoholische Getraenke Portfolio
Damit wird es bei den 2021 Trends in Food & Beverages essenziell für Unternehmen, die ökologische und soziale Verantwortung als wesentlichen Teil der Unternehmensstrategie für bewussten Konsum hervorzuheben. Die Investition in Traceability ist der Schlüssel, schreiben die Euromonitor-Experten auch in dem Bericht „Passport – From Sustainability to Purpose: Realigning Corporate Priorities in Food and Nutrition“ (November 2020). Vor allem als Teil einer langfristigen Strategie sei Nachhaltigkeit für die Zeiten nach der Pandemie ein steigender Wert, den es jetzt zu verfolgen gilt. Sehr kurzfristig sei die Gesundheit stark in den Vordergrund gerückt, doch werde Nachhaltigkeit noch stärker an Bedeutung gewinnen, wenn der „Überlebensmechanismus“ der Konsumenten nicht mehr so stark aktiv sein wird. Vor allem Regionalität hätte seit der Pandemie an Bedeutung gewonnen – eine Entwicklung, die bleiben wird.

Ethic & sustainability befasst sich mit der sozialen Verantwortung unabhängig von geltenden Rechtsbestimmungen. So werden Maßnahmen und Praktiken, die möglicherweise zwar legal, jedoch ethisch moralisch verwerflich sind, von der breiten Masse der Verbraucher, die bewussten Konsum leben wollen, nicht länger toleriert. Beispielsweise finden Nahrungsmittelproduktionen, die an Mindestpreise und stärker ausgeprägte soziale Standards geknüpft sind, vermehrt den Weg in die Sortimente von Marken und Supermärkten.

Bewusster Konsum: pflanzenbasiert auf dem Vormarsch

Aus unterschiedlichen Gründen spielt Plant-based in der nahen Zukunft des bewussten Konsums eine entscheidende Rolle. Gerade die jüngeren Verbrauchergenerationen zählen sich vermehrt zu den Vegetariern, Veganern und Flexitariern. Während erstgenannte Lebensstile trotz hoher Präsenz in den sozialen Medien doch eher einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen, hat die Bewegung des Flexitarismus größere Chancen, in den Mainstream vorzustoßen. Dadurch wird in logischer Folge auch der Plant-based Markt weiter wachsen. Ein „gemischter“ Lebensstil, bei dem deutlich weniger Fleisch konsumiert wird, fördert durch die breit gefächerte Ernährungsweise die Möglichkeit, regenerative, auf Biodiversität setzende Land- und Lebensmittelwirtschaft in größerem Maß voranzutreiben.

Plantbased drinks

Ein holistisches Unternehmensleitbild wird zur Norm

Die Bemühungen der Unternehmen sollen aus Verbrauchersicht ganzheitlich, sein. Ein Unternehmen bzw. eine Marke punktet, wenn die Bestrebungen nicht nur auf die Gewinnmaximierung abzielen, sondern die Ressourcen der Umwelt geschont und gestärkt werden und so bewusster Konsum möglich wird.

In einem regenerativen Modell der Ressourcennutzung werden Stoffströme zu Kreisläufen geschlossen und Abfall selbst wieder zur Ressource gemacht: Diese Konzepte sind derzeit deutlich im Aufwind – sei es in Produktionsprozessen, im direkten Bezug auf die Nahrungsmittel und ihre Verpackungen. Forderungen nach Zero Waste, Circular oder Re-use Food nehmen zu, und einige Supermärkte haben sich schon auf einen gänzlich verpackungsfreien Verkauf ihrer Ware spezialisiert.

Königsdisziplin: Klimanegativität

Neben den bereits genannten Aspekten wird auch die Beurteilung der gesamten Supply-Chain und das Streben nach Klimaneutralität, ja sogar Klimanegativität, in Kaufentscheidungen miteinbezogen. Ein Thema mit dem Sie als Unternehmen jetzt auf der Überholspur sind. Saisonale sowie regionale Produkte mit kurzen Wegen und naturnahen Anbaumöglichkeiten haben für den bewussten Konsum einen großen Benefit!

Als Unternehmen können/dürfen und sollen Sie stolz auf Ihren Einsatz sein und ihre Aktivitäten auch nach außen tragen, denn Konsumenten warten darauf, davon zu erfahren.

Spannend wird es künftig in Hinblick auf die Frage, in welcher Form die Verschmelzung von Natur und Technologie ein entscheidender Treiber für ganzheitliche Nachhaltigkeitsziele sein wird. Es gibt bereits Ansätze und erste Umsetzungen, in alternativen Herstellungsmethoden pflanzenbasierte Fleisch- und Fisch-Alternativen bis hin zur In-Vitro Kultivierung herzustellen. Wie Konsumenten darauf reagieren, wird sich zeigen.

FAZIT:

Bewusster Konsum ist ein Trend, der durch die Coronakrise vor allem langfristig für Unternehmen an Bedeutung gewinnt. Ethisch und moralisch korrektes Handeln und Nachhaltigkeit in der gesamten Produktions- und Lieferkette sind für Konsumenten auf der ganzen Welt auf der Werteskala gestiegen und werden zunehmend vorausgesetzt. Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und dem Megatrend Gesundheit werden in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie vor allem pflanzenbasierte Produkte stärker im Kommen sein.

Quellen:
AGRANA 2021 Consumer Trends
Euromonitor
FMCG Gurus
Food Report 2021 – Hanni Rützler
Mintel
Neuer Call-to-Action

Gerd Diefenthäler

Gerd DiefenthälerAuthor

Market Intelligence & Innovation Manager

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