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Clean Label in der Getränkeentwicklung

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Clean Label ist ein Trend, der bleibt: Das steigende Bewusstsein für Regionalität und Herkunft der Produkte sowie der Wunsch nach natürlichen und naturnahen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln und Getränken, die am besten mindestens ein „Free from“-Label tragen, machen Clean Label zu einer erstrebenswerten Entscheidung bei der Entwicklung von Getränken und Getränkegrundstoffen.

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Die amerikanische Ernährungsexpertin und Bestseller-Autorin Tosca Reno hat Clean Eating breitenwirksam populär gemacht: „Clean Eater“ essen mit „sauberem Essen“ nur Gerichte, die aus maximal fünf Zutaten bestehen und die naturbelassen, fair produziert, biologisch, regional sowie möglichst unverarbeitet und unbehandelt sind. Die Rede ist von Nahrungsmitteln, die „authentisch“ konsumiert werden – also möglichst so, wie sie in der Natur gewachsen sind. Diese Entwicklung macht auch vor Getränken – und damit vor Getränkegrundstoffen – nicht Halt.

Clean Label ist die Antwort der Lebensmittel- und Getränkeindustrie auf Clean Eating. Die Bewegung beschreibt Lebensmittel und Getränke mit bekannten und einfachen Zutaten, die leicht zu erkennen, zu verstehen und auszusprechen sind. Um Clean Label Getränke vermarkten zu können, muss bereits in der Herstellung der Getränkegrundstoffe angesetzt werden.

Diese folgen für Clean Label-Produkte neuen Standards, wobei gilt: Je einfacher und naturbelassener, desto besser! Trotz der zunehmenden Verwendung des Begriffs „Clean Label“ gibt es im Fast Moving Consumer Goods Bereich allerdings keine allgemein gültige Definition dessen, was ein Clean Label-Produkt darstellt. Was aber allen Clean Label-Produkten und somit auch den Getränkegrundstoffen für Clean Label-Getränke gemeinsam ist: Sie versprechen, dass die Produkte bzw. die dafür verwendeten Zutaten möglichst natürlich und unverarbeitet sind. Für diese Kennzeichnung gibt es allerdings sehr wohl eine gesetzliche EU-Verordnung, über die Sie in diesem Beitrag nachlesen können.

Clean Label: ein brandheißer Faktor für die Kaufentscheidung

Verbraucher erwarten sich bei Clean Label Produkten also vor allem kurze Zutatenlisten, bekannte, natürliche und wenn möglich auch lokale Zutaten und für die Kaufentscheidungen haben Clean Label-Faktoren heute eine bemerkenswerte Relevanz: Laut FMC Gurus glauben 73 Prozent der Verbraucher, dass natürliche Produkte besser für sie sind. 61 Prozent berichteten in 2020, dass sie weniger Zutaten in einem Lebensmittelprodukt bevorzugen. Darüber hinaus sagen 56 Prozent der weltweiten Konsumenten, dass sie natürlichen Auslobungen mehr Aufmerksamkeit schenken würden, und 36 Prozent der globalen Verbraucher achten in Produkten jetzt mehr auf die Qualität der verwendeten Inhaltsstoffe. Zudem sind 63 Prozent der Verbraucher bereit, Produktetiketten nach Inhaltsstoffen zu durchsuchen, die sie nicht (er)kennen.

Quelle: FMCG Gurus 2020

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Wie Transparenz auf allen Linien wichtiger wird

Bei all diesen Bedürfnissen und Ansprüchen an ein Produkt ist die Transparenz ein entscheidendes Kriterium: So sagen 33 Prozent der globalen Verbraucher, dass sie den Auslobungen von Lebensmittelmarken nicht vertrauen und 62 Prozent glauben, dass Marken versuchen würden, Inhaltsstoffe innerhalb der Nährwertkennzeichnung zu verschleiern. Außerdem sind 35 Prozent der Ansicht, dass Marken nicht transparent sind, wenn es um die Kommunikation von Praktiken und Richtlinien geht.

Quelle: FMC Gurus

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie kann also dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher in Lebensmittel und Getränke aufzubauen, indem sie mehr Transparenz in Bezug auf Inhaltsstoffe bietet.

Von Süßungsmitteln bis zu Farb- und Konservierungsstoffen: Wovon Clean Label meistens „sauber“ ist

Oft müssen bei Clean Label-Produkten aber auch gängige Zutaten ersetzt werden – beispielsweise Süßungsmittel oder unterschiedliche Farbstoffe. So können etwa künstliche Farbstoffe bei Clean Label-Produkten mit färbenden Pflanzenextrakten und/oder durch ebensolche Saftkonzentrate substituiert werden. Auch natürliche Wachmacher-Getränke sollen heute ohne künstliche Beigaben die gewünschten Effekte erzielen.

Konservierungsstoffe können beispielsweise durch technologische Verfahren ersetzt werden, die eine längere Haltbarkeit der Getränke und Lebensmittel ermöglichen.

Im Getränkesektor werden Süßungsalternativen, die Zucker reduzieren und gleichzeitig mit dem Interesse der Verbraucher an Natürlichkeit und Clean Label vereinbar sind, immer attraktiver. So werden oft pflanzliche Süßstoffe wie die aus Stevia gewonnenen Steviolglycoside als Alternative zu künstlichen Süßstoffen wie Aspartam verwendet. Jedoch sind auch die Steviolglycoside Süßstoffe, die zu den Zusatzstoffen gehören und in der Zutatenliste als solche gekennzeichnet werden müssen. Klassische Süßungsmittel sind zwar günstiger, lassen sich aber schwerer mit dem Clean Label-Gedanken vereinbaren. Dieses Beispiel lässt erkennen, dass die Getränkeentwicklung von Clean Label Produkten im preissensitiven Bereich durchaus herausfordernd ist, da rein natürliche Zutaten oftmals teurer sind und somit den gesteckten Kostenrahmen schnell sprengen können.

Bei Getränken deren Rezepturaufbau mit weitestgehend natürlichen Zutaten erfolgt sind Auslobungen wie „Ohne Süßungsmittel“, „Ohne Farb- und Konservierungsstoffe“ oder „frei von Zusatzstoffen“ zu finden.

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Konsumenten wollen die Kontrolle darüber haben, was sie kaufen

Mit der steigenden Bedeutung von Clean Label und Nachhaltigkeit wird auch Transparenz an Bedeutung gewinnen. Eine Erhebung von Euromonitor International zeigt, dass ein größerer Anteil der Verbraucher Flexibilität in ihrer Ernährung vorzieht, anstatt sich strikt zu etwas zu verpflichten. Dies deutet darauf hin, dass viele von ihnen eine stärkere Kontrolle über ihren Konsum bevorzugen, anstatt definierte Produkte innerhalb bestimmter Vorgaben und Konzepte zu konsumieren.
In Folge dessen müssen Unternehmen zunehmend Wert auf die Zutaten und Klarheit des Nährstoffgehalts ihrer Produkte, die Positionierung im Kontext relevanter Verbraucherwerte und auf ein stimmiges Markenimage im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit und Sauberkeit der Lieferkette legen. Damit weitet sich die Transparenz vom bloßen Produkt auf das ganze Unternehmen aus.

Quelle: Passport Clean Label: From Health to Transparency

FAZIT:

Die ungebrochene Nachfrage nach biologischen und regionalen Produkten wird nach einfachen, natürlichen, nachhaltig hergestellten und somit „sauberen“ Lebensmitteln ergänzt und steigt deutlich an. Laut FMCG Gurus glauben 73 Prozent der Verbraucher, dass natürliche Produkte besser für sie sind. 61 Prozent berichteten in 2020, dass sie weniger Zutaten in einem Lebensmittelprodukt bevorzugen. Darüber hinaus sagen 56 Prozent der weltweiten Konsumenten, dass sie natürlichen Auslobungen mehr Aufmerksamkeit schenken würden, und 36 Prozent der globalen Verbraucher achten in Produkten jetzt mehr auf die Qualität der verwendeten Inhaltsstoffe. Zudem sind 63 Prozent der Verbraucher bereit, Produktetiketten nach Inhaltsstoffen zu durchsuchen, die sie nicht (er)kennen. Clean Label bei Lebensmitteln und Getränken ist mehr als ein Trend: Transparenz, Natürlichkeit und Einfachheit der verwendeten Inhaltsstoffe ist Clean Label – ein Trend, der bleibt.

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Julia Gugler

Julia GuglerAuthor

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