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Farming 4.0: Ernte, quo vadis?

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Erntetechniken verändern sich: Arbeitskräfte auf den Feldern werden knapp und doch gebraucht, parallel dazu sollen Smart Technologies als „Farming 4.0“ die Ernte effizienter machen. Welchen Ansatz AUSTRIA JUICE dabei verfolgt.

Die Landwirtschaft steht weltweit vor einem Strukturwandel: Junge Menschen ziehen zunehmend in die Städte, denn die Arbeit auf dem Feld ist – bei klimatisch immer extremeren Bedingungen – für viele nicht mehr so attraktiv. Dazu kommt, dass Erntehelfer oft schlecht bezahlt werden.
Erntearbeit ist Saisonarbeit, und so stellt sich in ländlichen Gebieten oft auch die existenzielle Frage, wie sich der Lebensunterhalt die restlichen Monate im Jahr verdienen lässt.

“Dadurch stehen für die Ernte tendenziell immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung”, sagt Jörg Schultz, Project Manager Technical R&D and Processes bei AUSTRIA JUICE. Es scheint sich ein stetiger Wandel zu vollziehen, durch den die Arbeit anstatt von Menschen künftig mehr von Maschinen erledigt werden soll.

Machine Harvest of Carrots

Maschinelle Ernte in der Entwicklung

Während sich diese Umstellung theoretisch einfach anhören mag, sieht die Praxis manchmal anders aus. „Für viele Früchte gibt es noch keine optimalen maschinellen Erntetechniken“, sagt Michael Duspiwa, der bei AUSTRIA JUICE für den Rohstoffeinkauf zuständig ist und laufend Einschätzungen des Ernteertrags und über die Qualität der Früchte gibt. So würden bei der Sauerkirsche sowie bei der Apfel-Ernte teilweise bereits Rüttel-Maschinen zum Einsatz kommen, doch vor allem für die Frischmarktware ist das Pflücken von Hand die schonendere Form. „Diese Technik funktioniert außerdem nur bei länger gewachsenen und bereits stabilen Bäumen“, sagt Michael Duspiwa.

Beim Holunder beispielsweise würde eine Rütteltechnik gar nicht funktionieren, da die Blüten bzw. Beeren viel stärker an den Ästen hängen: „Holunder wird von Hand geschnitten und in Kisten eingesammelt“, sagt Michael Duspiwa.

Karotten sowie anderes Gemüse, das im Feld und in der Erde gedeiht, ist hingegen einfach mit Maschinen abzuernten: Karotten werden dabei aus der Erde gezogen und ähnlich wie mit einer liegenden Kreissäge abgeschnitten. Die Erde wird durch ein Gitter automatisch abgesiebt.

Farming 4.0: Mit der Drohne auf das Feld

Parallel zu den Herausforderungen der optimalen Erntetechniken für jede Frucht zeichnet sich vor allem in den westlichen Industrieländern ein weiterer Trend in der Landwirtschaft ab: Ergänzend zur maschinellen Ernte, sind bei der Versorgung in manchen Groß-Betrieben intelligente Technologien, besonders in den mitteleuropäischen Ländern und im Ackerbau, bereits normal.

Abhängig von der Art der Bepflanzung und den Erfordernissen für ihre Bewirtschaftung, erleichtern mancherorts – vor allem im Ackerbau – voll digitalisierte Erntemaschinen die Bewirtschaftung großer Flächen. Flotten digitalisierter Geräte nutzen moderne Infrastruktururen wie Cloud Computing und kommunizieren bei Farming 4.0-Systemen untereinander – zum Beispiel um den Bearbeitungsstand einzelner Flächen und den Bedarf an Einsatzmaterialien zu eruieren oder die Maschinen zu koordinieren. Der Landwirt übernimmt in diesen Betrieben bereits zunehmend eine überwachende und kontrollierende Rolle.*

Das ist der krasse Gegensatz zur nachhaltigen, ressourcenorientierten Landwirtschaft: Sensoren, Computer und Drohnen optimieren Bewässerung und Nährstoffbalance anstelle des Menschen. Trotz der hohen Investitionskosten für diese Technologien sollen diese die betriebliche Effizienz in westlichen Industrieländern um durchschnittlich elf Prozent steigern, wie eine Studie von PwC unter 100 deutschen Ackerbaubetrieben gezeigt hat. Digitale Technologien haben die Arbeit in der Landwirtschaft verändert und tragen dazu bei, Abläufe und Personaleinsatz zu optimieren.

Smart Farming

Ist Farming 4.0. wirklich die Zukunft?

Sustainability-Experte Jörg Schultz sieht die Anpassung an diesen Zukunftstrend früher oder später als Notwendigkeit, spricht sich jedoch dafür aus, behutsam und bewusst mit dieser Entwicklung umzugehen: „Moderne Technologien sollten nicht mit der Brechstange ihren Platz in der Landwirtschaft finden, wenn es noch andere Möglichkeiten gibt.“

Bei AUSTRIA JUICE setzt man vor allem auf gute Kommunikation mit den Landwirten und auf die Möglichkeit, den Betrieben vor Ort durch Vertragsanbau langfristige und attraktive wirtschaftliche Perspektiven zu bieten. Bis 2030 will AUSTRIA Juice 100 Prozent der Ware nachweisbar zertifiziert als „sustainable“ produzieren. Dazu gehört eben auch, die Ressource Mensch vor Ort zu stärken.

FAZIT:

Farming 4.0 zieht aufgrund des Arbeitskräftemangels und der immer größer werdenden benötigten Mengen an Lebensmitteln aus der Landwirtschaft zunehmend auf Feld und Acker ein. AUSTRIA JUICE spricht sich dafür aus, mit dieser Entwicklung sorgsam umzugehen: Wo die menschliche Arbeitskraft noch sinnvoll gestärkt eingesetzt werden kann, erhält sie den klaren Vorzug. Die Vertragsanbau-Projekte von AUSTRIA JUICE tragen zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Landwirtschaft bei.


*Quelle PwC-Studie: https://www.pwc.de/de/handel-und-konsumguter/studie-zu-smart-farming-landwirtschaft-nimmt-vorreiterrolle-bei-der-digitalisierung-ein.html

Michael Duspiwa

Michael DuspiwaAuthor

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