Erdbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen, Äpfel, Aronia, Himbeeren und Birnen – von Mai bis November geht es in den unterschiedlichen Anbaugebieten der Landwirte von AUSTRIA JUICE nur um ein Thema: Die Ernte.
Für Austria Juice beginnt Nachhaltigkeit nicht erst in der Produktion, sondern dort, wo das Rohmaterial, die Früchte, wachsen. Regionalität und Nähe prägen dabei unsere Wertschöpfungskette von Anfang an und diese folgt einer wichtigen Regel: Die Produktionsstandorte von AUSTRIA JUICE wie in Polen oder Ungarn befinden sich in schnell erreichbarer Nähe des Erntegebietes. Diese geringe Distanz zwischen Anbau und Verarbeitung ist ein entscheidender Faktor für Qualität, Frische und eine reduzierte Umweltbelastung - und damit die Grundlage unserer regionalen Wertschöpfung.
Saisonstart im Frühling
Bei der Ernte steht je nach Jahreszeit ein anderes Anbauland im Fokus, um eine ertragreiche Wertschöpfungskette zu erhalten. Die Saison startet in Europa im Mai mit der Holunderblüte gefolgt von Erdbeere, Rhabarber und Stachelbeere im Juni; Schwarzer Johannisbeere, Sauerkirsche, Himbeere und Schwarzbeere im Juli sowie Aronia, Blaubeere, Holunderbeere und Pflaume im August.
Im Spätsommer sind dann auch Weintrauben, Birnen und Äpfel an der Reihe. Die Saison schließen Hagebutten, Karotte und Rote Beete. Äpfel werden am längsten geerntet – die letzten Früchte werden im November von den Bäumen geholt.
Verarbeitung dort, wo die Früchte wachsen
AUSTRIA JUICE Produktionsstätten in Europa, wie in Ungarn, Polen, Rumänien und Ukraine sowie das Werk in China liegen in bedeutenden Apfel- und Fruchtanbauregionen. Die Nähe dieser Anbaugebiete zu unseren Produktionsstätten ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer klaren Entscheidung.
In Polen und Ungarn beträgt die durchschnittliche Entfernung zwischen den Obstplantagen und den Verarbeitungsstätten bei den Anlieferungen mit dem LKW rund 65 Kilometer, bei Traktor Anlieferungen sind es durchschnittlich nur 10 Kilometer Anfahrtsweg.
Diese kurzen Transportwege ermöglichen eine rasche Verarbeitung nach der Ernte, schonen die Umwelt und tragen wesentlich zur Qualität unserer Produkte bei. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung dort, wo sie entsteht – in den Regionen selbst.
Wertschöpfung: Frisch und schnell vom Feld ins Werk
Frische ist in der Wertschöpfungskette während und nach der Ernte das oberste Gebot – so vergehen zwischen der Abnahme am Feld und der Abfüllung maximal zwölf bis 24 Stunden. Binnen drei bis vier Stunden wird die frische Ware mit dem LKW ins Werk gebracht, wo die Früchte gewogen und einem Qualitätscheck unterzogen werden. Entspricht die Qualität den Anforderungen, werden die Früchte zur weiteren Verarbeitung entladen.
Nach weiteren zwei bis drei Stunden erfolgt in der Wertschöpfungskette bereits das Pressen der abgenommenen Früchte. Der gewonnene Saft wird sofort gelagert – entweder in Fässern oder tiefgefroren, das vor allem bei den Beeren üblich ist, um ihre Farbe zu erhalten.
Moderne Anlagen, hohe Qualitätsstandards und durchgängige Rückverfolgbarkeit sorgen dafür, dass aus regionalen Rohstoffen hochwertige Fruchtsaftkonzentrate oder Direktsäfte entstehen.
Die 2 Arten von Fruchtsäften von AUSTRIA JUICE
Aus den Früchten werden in den Produktionsstätten zwei Arten von Säften gepresst, die aufgrund unterschiedlicher Vorzüge von den Kunden gekauft werden:
1. Direktsaft / NFC Direktsaft ist intensiver und punktet mit einem stärkeren Mundgefühl durch mehr Fruchtpartikel im Saft. Er schmeckt am frischesten und ist das qualitativ hochwertigste und teuerste Produkt.
2. Konzentrat Bei der Herstellung wird dem gepressten Fruchtsaft schonend unter Vakuum das Wasser entzogen, wodurch ein zähflüssiges Konzentrat ähnlich wie Honig entsteht. Es kann gut transportiert werden und spart ca. die Hälfte der Transport- und Lagerkosten im Vergleich zu Direktsaft ein.
Wie hängt die Herstellung nun mit der Erntemenge zusammen? Für einen Liter 100-prozentigen Apfelsaft werden rund 1,3 Kilogramm Äpfel verarbeitet. Für einen Liter Apfelsaftkonzentrat kommen etwa acht Kilogramm Äpfel in die Presse.
Langfristige Partnerschaften mit Landwirten
Nachhaltige Regionalität lebt von Menschen. Deshalb setzen wir auf langfristige Vertragspartnerschaften mit Landwirten in unseren Hauptanbaugebieten in Polen und Ungarn.
Diese Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen, Planungssicherheit und dem gemeinsamen Anspruch, Qualität und Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
SustainAPPLE: Zukunftsfähiger Apfelanbau von Beginn an
Mit SustainAPPLE investiert AUSTRIA JUICE gemeinsam mit den Partnern in die Zukunft des Apfelanbaus. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden im Rahmen dieses Programms über 120.000 widerstandsfähige Apfelbäume in Polen und Ungarn gepflanzt. Seit Projektbeginn vor 25 Jahren beläuft sich die Gesamtzahl der gesetzten Apfelbäume bereits auf 3,5 Millionen.
Die Jungbäume werden von AUSTRIA JUICE bereitgestellt
Es bestehen langfristige Abnahmeverträge. Dies schafft Stabilität und Planungssicherheit auf beiden Seiten.
Der Fokus liegt auf resistenten Sorten mit reduziertem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und einem ressourcenschonenden Anbau
Resistente Sorten erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Obstgärten, reduzieren den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln um bis zu 60% und leisten einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Landwirtschaft. Nähere Informationen zu dem Projekt.
Unterstützung im Alltag – digital und persönlich
Regionale Nähe zeigt sich auch in der täglichen Zusammenarbeit. Mit der Austria Juice Farm Management App erhalten die Landwirte aktuelle, standortbezogene Informationen:
Wetterwarnungen
Pflanzenschutzprognosen
Expertenempfehlungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten
Ergänzt wird dieses Angebot durch die persönliche Beratung unserer hauseigenen Agronomen, die unsere Vertragslandwirte individuell unterstützen - etwa bei Pflanzenschutz, Düngung, Schnittmaßnahmen oder anderen pflanzenbaulichen Fragen. AUSTRIA JUICE bietet auch Weiterbildungsangebote für die Produzenten an - von Schulungen zum Apfelanbau und Pflanzenschutz über Arbeitssicherheit bis hin zu praktischen Trainings wie dem Winterschnitt im Obstgarten.
Fazit
Die Wertschöpfungskette von AUSTRIA JUICE ist bewusst regional ausgerichtet: kurze Transportwege, Verarbeitung in den Hauptanbaugebieten der Früchte und langfristige Partnerschaften mit Landwirten in Polen und Ungarn. So übernimmt AUSTRIA JUICE Verantwortung dort, wo sie beginnt – in den Regionen, in denen unsere Früchte wachsen.