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Wie Geschmack entsteht

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Schmecken wir vor allem mit der Zunge oder gibt es da noch mehr? Denn wie Geschmack entsteht, ist eine komplexe Angelegenheit. Tatsächlich spielen alle Sinne dabei eine Rolle. Besonders die Optik des Produktes kann somit auf Social Media ausgespielt werden.

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Die Geschmackspapillen auf der Zunge sind unmittelbar dafür verantwortlich, welchen Geschmack wir wahrnehmen. Darüber hinaus nehmen wir über die Zunge durch Tasten und Fühlen die Textur des Lebensmittels oder Getränkes wahr.
Doch damit nicht genug: Auch der Geruch der Lebensmittel hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie Geschmack entsteht. Wir alle kennen es, wenn wir Schnupfen haben und damit auch kaum mehr schmecken können!
Auch eine neue, innovative Getränkeflasche stellt den Einfluss des Geruchssinns auf den Geschmack unter Beweis: Ein deutsches Unternehmen vertreibt das Produkt, das mittels verschiedener Aufsätze unterschiedliche Geschmäcker rein durch den Geruchsinn stimuliert. Während man tatsächlich pures Wasser trinkt, wird dem Gehirn suggeriert, dass es sich zum Beispiel um Cola, Apfelsaft oder Kirschlimonade handelt. Unglaublich? Es ist wahr!

Quelle: air-up.com

Erinnerungen und Emotionen werden wach

Geruchs- und Geschmackssinn sind tatsächlich eng miteinander verbunden. Wie? Beide Reize werden an das Gehirn weitergeleitet, das die Aromen erkennt, bewertet und einordnet. Dazu kommt, dass sowohl Gerüche als auch Geschmäcker Emotionen auslösen: Was uns nicht schmeckt, erregt Ekel, und wenn wir morgens nach dem Aufstehen den frisch gebrauten Kaffee aus der Kaffeemaschine riechen, wächst die Vorfreude auf den ersten Schluck. Und im besten Fall auch auf den Tag! Wenn wir Apfelstrudel oder den klassischen „Sonntagsbraten“ essen, werden unbewusst nostalgische Kindheitserinnerungen wach: Subtil erleben wir mit dem Geschmack die Geborgenheit von damals als wäre es heute. Was wir fühlen, verstärkt also den Geschmack und unsere Bewertung – und umgekehrt!
Mit der Komplexität des Erlebens und Wirkens von Geschmack hat sich eine eigene Disziplin entwickelt: Die Neurogastronomie erforscht die verwobenen und spannenden Zusammenhänge wie Geschmack entsteht.

Quelle: https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/riechen-schmecken/neurogastronomie-die-neue-wissenschaft-vom-geschmack

Alkoholische Getraenke Portfolio

Wie entsteht Geschmack? Die Augen essen mit!

Für die Präsentation auf Social Media ist der visuelle Eindruck des Produkts in Bezug auf den (vermeintlichen) Geschmack natürlich ganz entscheidend. Auch Wissenschaftler haben in verschiedensten Studien herausgefunden, dass nicht nur die Form und die Textur, sondern auch die Farben des Produktes stark beeinflussen, wie wir seinen Geschmack erleben! Eine Studie fand etwa heraus, dass wir mit bestimmten Farben spezifische Geschmacksmuster assoziieren. Im ersten Durchgang einer bekannten Studie wurde den Versuchspersonen Weißwein und Rotwein serviert. Die 54 TeilnehmerInnen beschrieben die Aromen entsprechend ihrer Farbe mit typischen Begriffen für Rot- bzw. Weißwein. Eine Woche danach erhielten die Probanden die Weine erneut – einmal original und einmal eingefärbt. Das Ergebnis: Die Versuchspersonen beschrieben den klaren Weißwein erneut als Weißwein, den gefärbten Weißwein jedoch mit Geschmacksbegriffen, die dem Rotwein zugeordnet werden. Viele Folgestudien zum Beispiel mit gefärbten Joghurts bestätigten das Resultat. Unter anderem konnten in einer Studie selbst geschulte Weinkenner Weißwein und Rosé nicht unbedingt voneinander unterscheiden, wie eine Studie der Ohio State University gezeigt hat. Darüber hinaus wurde ein Wein in blauem Licht als besser bewertet als in weißem oder grünem. Trinkschokolade soll hingegen am besten aus orangen Bechern schmecken, in cremefarbenen oder roten Tassen kommt sie gar nicht gut an.

Quelle: „The Color of Odors“, Gil Morrot, Unite´ de Recherche Biopolymères et Aroˆmes, Centre INRA de Montpellier, Montpellier, France
http://www.daysyn.com/Morrot.pdf
https://eatsmarter.de/blogs/die-getraenkepruefer/die-farbe-macht-den-geschmack

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In einer weiteren Studie wurden den TeilnehmerInnen bei dunklem Licht blau gefärbte Steaks mit grünen Kartoffeln und roten Erbsen aufgetischt. Als der Raum erhellt wurde, wurden einigen bei diesem Anblick übel – obwohl sie kurz davor noch freudig von ihren Tellern gegessen hatten.

Dass visuelle Reize etwa zehn Mal so schnell verarbeitet werden wie Reize, die aus dem Geschmacksinn oder Geruchssinn stammen, hat einen evolutionären Hintergrund: Überlebenssicherer ist es, eine verdorbene Speise schon vor dem Hineinbeißen zu erkennen. Dementsprechend verfügt das Gehirn für visuelle Reize auch mehr Kapazitäten als für Nase und Zunge.

Quelle: https://www.welt.de/kmpkt/article165799211/So-veraendert-die-Farbe-den-Geschmack-deines-Essens.html

Das Gehirn bevorzugt die Farbe Rot

Tatsächlich trifft das Gehirn über die Farbe nicht nur Vorannahmen über das Produkt an sich – sondern es bewertet unbewusst über die Farbe auch den Geschmack. Und die Bewertung scheint einheitlich zu sein: Rote Lebensmittel beurteilen wir unbewusst als „besser“ als zum Beispiel grüne. Warum? Sie werden unter anderem mit einem höheren Reifegrad in Verbindung gebracht. Es ist also nicht unbedingt ein Zufall, dass die meisten Kinder Gemüse verschmähen: Menschliche Gehirne sind offenbar dafür verdrahtet, rote Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch, grünen wie Brokkoli vorzuziehen.

Quelle: „Why children never want to eat their vegetables: The human brain is hard-wired to prefer RED food over green“, Daily Mail
https://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-3934824/Why-children-never-want-eat-vegetables-human-brain-hard-wired-prefer-RED-food-green.html

Darüber hinaus empfinden wir rote Gummibärchen süßer als grüne, und generell wird leuchtend roter Saft oder Joghurt als fruchtiger wahrgenommen. Grüne Smoothies hingegen gelten als gesund, da sie einen hohen Anteil des Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll enthalten. Speisen in roter, gelber oder oranger Verpackung regen die Kauflust am stärksten an. Alles in allem gilt, dass visuelle Reize schon vor dem Schmecken eine gewisse Geschmackserwartung wecken und verstärken. Die Farben Blau, Violett und Grün sollen den Appetit zügeln, wer also das Gegenteil bewirken will, setzt lieber auf Gelb, Orange und wie bereits genannt – Rot. Rot können wir sowohl als süß empfinden als auch als würzig oder scharf. Farben wie Rosa und Lila verbinden wir mit einem süßlichen Aroma, Violett und Indigo geht durchaus ins Bittere hinein. Olivgrün schmecken wir als „ölig“, während wir helles Grün und Gelb mit saurem Geschmack verbinden.

Über die besten Alternativen zu synthetischen Farben lesen Sie hier

Quelle: http://www.farbenundleben.de/werbung/geschmack_geruch.htm
https://www.eatarainbow.de/die-macht-der-farben-ueber-den-appetit

Last but not least ist auch der Hörsinn entscheidend: Bei Instagram Reels, TikTok oder Youtube spielt dieser durchaus eine Rolle. Denken Sie nur an das Geräusch des Einschenkens von Wein, an das Sprudeln von Limonade oder an das herzhafte Krachen beim Biss in ein krosses Baguette.

FAZIT:

Wie wir Geschmack erleben, hängt nicht nur vom Geschmackssinn, sondern von allen fünf Sinnen ab. Auf Social Media gilt vor allem den Farben besondere Aufmerksamkeit für den Geschmack: Mit der Farbe entsteht bereits eine gewisse Erwartung, die sich beim Verzehren bzw. Trinken dann bestätigen und verstärken kann. Wer Getränke auf Social Media promotet, sollte heute noch mehr als zuvor die Optik in die Produktgestaltung einbeziehen. Insbesondere durch bestimmte Farben lässt sich die Geschmackserwartung und am Ende auch der tatsächliche Geschmack verstärken.

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Julia Wurzer

Julia WurzerAuthor

Marketing Manager

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